Meldung heute: Im sächsischen Mittweida ritzt eine Clique von Rechtsradikalen einem 17jährigen Mädchen ein Hakenkreuz in die Haut - viele Passanten sehen zu.
Schlimm, nicht?
Ganz früher stand in der Zeitung: Neonazis ritzten Mädchen (16) Hakenkreuz in die Wange. Und später: Neonazis ritzten Mädchen im Rollstuhl (16) Hakenkreuz ins Gesicht. Bei der ersten Geschichte war ich selbst mit von der Party und wir haben die Story damals bis nach Japan verkauft. Peinlich wurde es, als sich herausstellte, dass das Mädchen sich selbst verstümmelt und gelogen hatte. Der zweite Vorfall kursierte und ich verfolgte ziemlich skeptisch die Meldungen über Demonstrationen und Spendenaufrufe. Ich behauptete gegenüber meinen verblüfften Kollegen, das Mädchen im Rollstuhl sei eine Lügnerin. Und behielt Recht.
Jetzt ist es also eine 17jährige. Mit Hakenkreuz in der Hüfte. Passanten waren auch zugegen, aber keiner sagt was. So sehr ich das den potentiellen Verdächtigen zutraue - ich kann diese Geschichte nicht richtig glauben. Mal gucken, wie sich das entwickelt.
PS.: Der Artikel auf sueddeutsche.de trägt übrigens das Datum von morgen. Mann, mann, mann…